Main image for post Wie StepStone den Jobmarkt digitalisiert

Der demographische Wandel ist bereits jetzt eine riesige Herausforderung. Und dieser wird sich in den kommenden Jahren verschärfen: „Wir sprechen nicht mehr von Arbeitslosigkeit, sondern von Arbeiterlosigkeit“, sagt Sebastian Dettmers, CEO von StepStone. „Nach jahrelangem Wachstum – sowohl für Unternehmen als auch für ganze Volkswirtschaften – gibt es nun eine Trendwende. Die Zahl der erwerbsfähigen Menschen geht zurück. Für Unternehmen ist es eine riesige Herausforderung, Mitarbeitende zu finden – und die braucht es, um langfristig produktiv zu sein und das Business wachsen zu lassen.“

Mit mehr als 150.000 Firmenkunden, über 100 Millionen Bewerbungen und rund 2,2 Millionen Jobvermittlungen auf 40 eigenen Plattformen in über 20 Ländern hat StepStone sich in den vergangenen Jahren zu einer der führenden Global Playern der digitalen Recruiting-Unternehmen entwickelt. Und sich den stetigen Veränderungen der Jobwelt angepasst. Denn nicht nur die fortschreitende Arbeiterlosigkeit verändert den Arbeitsmarkt.

Auch die Digitalisierung hat großen Einfluss auf Jobsuche, Bewerbung und Recruiting von Mitarbeitenden. "Wir wissen, dass sich die Bedürfnisse der Menschen und die Art und Weise, wie sie nach Jobs suchen, verändern. Wir müssen unsere Technologie nutzen, um Menschen dabei zu helfen, den Job zu finden, der zu ihnen passt - und Personalverantwortliche unterstützen, die Mitarbeitenden zu finden, die ihr Unternehmen voranbringen", sagt Lucas McGregor, Chief Technology Officer bei Stepstone.

Eine der größten Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt ist die Erwartung von Menschen, schnelles Feedback zu bekommen. "Jobsuchende und Arbeitgeber finden entweder gar nicht oder viel zu langsam zueinander. Im Durchschnitt dauert es mehr als drei Monate, bis ein Unternehmen die richtigen Mitarbeitenden einstellt. Der Arbeitsmarkt einer der am stärksten unter-digitalisierten und dysfunktionalen Märkte, während andere Branchen von „Same Day Delivery“ und „Instant Gratification“ sprechen. Wir glauben, dass Recruiting genauso funktionieren sollte", sagt Dettmers.

Wie kann dieses Ziel erreicht werden? McGregor erkärt, die Recruiting-Branche dem digitalen Wandel nicht Schritt gehalten habe. "Der Aufwand, den Menschen bei der Jobsuche betreiben müssen, ist oftmals groß und hindert sie, sich zu bewerben – das fängt schon beim Erstellen und Hochladen des Lebenslaufs an. ‚Autonomous Matching‘ nimmt ihnen diese Arbeit ab. Jobsuchende interagieren mit der Technologie und sagen ihr, was sie können und was sie suchen. Und sie verbindet die Menschen dann automatisch mit Jobs“, sagt McGregor. „StepStone investiert stark in künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Conversational AI. Wir entwickeln ein System, das den Markt fair und transparent macht, denn so wird die Zukunft aussehen", sagt McGregor.

Wie ein Teil dieser Arbeit in der Praxis aussieht, erklärt Jon Wilson, CEO der britischen Jobplattform Totaljobs, die zur internationalen StepStone Gruppe gehört: "Wir entwickeln Tools und Produkte, die Unternehmen auf dem sich verändernden Recruiting-Markt helfen. Zum Beispiel reduziert unser Genderbias Decoder Vorurteile in Stellenanzeigen. Er hilft dabei, Jobausschreibungen so zu formulieren, dass sich jeder Mensch angesprochen fühlt. Unser Equality Boost Tool hilft Unternehmen, aus den vielfältigen Talentpools zu rekrutieren und so die Diversität in ihren Unternehmen zu fördern."

Digitalisierung und Automatisierung sind eine Chance, den dysfunktionalen Arbeitsmarkt aufzulösen. Dettmers blickt in die Zukunft und erklärt, welchen Beitrag StepStone als Digitalunternehmen dabei leistet: "Unternehmen werden neue Möglichkeiten haben, Fähigkeiten, Interessen und Persönlichkeit miteinander zu matchen. Die Menschen werden sowohl zu den Anforderungen in der Stellebezeichnung als auch zur Unternehmenskultur passen.“